ADAC GT Masters: Der Audi R8 GT als Safety Car

Im Rahmen der ADAC GT Masters dürfen die Zuschauer in diesem Jahr nicht nur mehrere Audi R8 LMS bewundern, sondern dürfen im Fall einer Unterbrechung aus Sicherheitsgründen auch einen weitgehend serienmäßigen Audi R8 GT mit dem optionalen Race Paket als Safety Car bestaunen. Das Race Paket beinhaltet einen Überrollbügel, Vierpunkt-Gurte, einen Feuerlöscher sowie einen Notausschalter für die Batterie und macht den R8 GT somit endgültig fit für die Rennstrecke.

Wir hatten im Vorfeld der Rennen auf dem Sachsenring die Gelegenheit, dieses Safety Car aus der Nähe zu betrachten und haben dabei natürlich auch einige Bilder gemacht. Sieht man von der Lichtanlage auf dem Dach und den passenden Bedienelementen oberhalb des Klimabedienteils ab, sind die sichtbaren Teile des Audi R8 GT auch ab Werk erhältlich.

Für den Einsatz auf den schnellsten Rennstrecken der Welt bietet auch die serienmäßige Keramikbremse ideale Voraussetzungen. Die innenbelüfteten Bremsscheiben verfügen über speziell entwickelte Kühlkanäle und bestehen aus kohelfaserverstärkter Keramik, was auch bei starker Beansprachung eine lange Lebensdauer verspricht.

Fading durch Überhitzen ist der Bremsanlage mit ihren roten Bremssätteln und Scheiben mit 380 Millimeter Durchmesser fremd und natürlich sorgen die eingesetzten Werkstoffe auch für ein sehr niedriges Gewicht. Insgesamt konnten die Audi-Ingenieure das Gewicht gegenüber dem R8 V10 um etwa 100 Kilogramm reduzieren.

Auch im Safety Car muss der Fahrer nicht auf Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, das Navigationssystem plus oder die LED-Scheinwerfer der Serie verzichten, auch wenn diese Ausstattungen auf der Rennstrecke eine untergeordnete Rolle spielen.

Angetrieben wird der Audi R8 GT von einem V10-Triebwerk mit 5.204 Kubikzentimetern Hubraum, das 560 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 540 Newtonmeter zur Verfügung stellt. Der Hochdrehzahlmotor erreicht Drehzahlen von bis zu 8.700 U/min und gehört damit zu den höchstdrehenden Motoren, die momentan im Serienautomobilbau Verwendung finden.

Laut Werk sprintet der R8 GT in nur 3,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht bereits nach 10,8 Sekunden die Marke von 200 km/h. Erst bei 320 km/h setzt die Physik dem Vortrieb des Audi R8 GT ein Ende – später als bei jedem anderen aktuell angebotenen Audi mit Straßenzulassung. Bedingt durch die aus aerodynamischer Sicht nicht ideale Lichtsignalanlage auf dem Dach wird das Safety Car diese Geschwindigkeit zwar nicht erreichen, aber unabhängig davon handelt es sich natürlich trotzdem um ein absolut faszinierendes Fahrzeug für jeden Fan von schnellen Automobilen.

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