Vernetzte Ampeln in Düsseldorf durch „Ampelinformation“

Düsseldorf setzt künftig auf vernetzte Ampeln. Nach Ingolstadt ist die Rheinmetropole die zweite europäische Stadt, in der der Service „Ampelinformation“ eingeführt wird. Seit Ende Januar können sich Audi-Fahrerinnen und Audi-Fahrer somit direkt die Ampelinformationen im Cockpit anzeigen lassen. Durch die Informationen sollen sich Effizienz, Komfort und Sicherheit im Verkehr erhöhen.


Audi-Ampelinformationen

Die Audi Ampelinformation unterteilt sich in zwei Funktionen: Zum einen wäre hier „Green Light Optimized Speed Advisory” (GLOSA) und zum anderen „Time-to-Green“.  zu nennen. Diese GLOSA-Funktionen errechnen die optimale Geschwindigkeit für eine „Grüne Welle“.

Zeigt die Funktion zum Beispiel das geltende Tempolimit an, wird die nächste Ampel bei Grün erreicht. So können Fahrerinnen und Fahrer auf ein unnötiges Beschleunigen verzichten, was wiederum Nerven schont und für mehr Sicherheit sorgt. Außerdem kann GLOSA vorschlagen, die Geschwindigkeit etwa 250 Meter vor der kommenden Ampel in kleinen Schritten zu drosseln, damit Fahrer und nachfolgender Verkehr zeitgenau bei Grün ankommen. So wird unökonomischer Stop-and-Go-Verkehr verhindert. Lässt sich ein Stopp an einer roten Ampel nicht vermeiden, zählt ein Countdown die Sekunden bis zur nächsten Grünphase (Time-to-Green). So kann das Fahrzeug entspannt ausrollen und wiederum Kraftstoff sparen. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Autofahrer dank vernetzter Ampeln effizienter in der Stadt unterwegs sind. Audi konnte den Spritverbrauch in einem Pilotprojekt um beträchtliche 15 Prozent Kraftstoff senken.

Audi und Traffic Technology Services (TTS)

Audi und der Projektpartner Traffic Technology Services (TTS) haben einen komplexen Analyse-Algorithmus entwickelt, der aus drei Quellen genaue Prognosen errechnet: Dem jeweiligen Steuerprogramm der Signalanlage; den Echtzeitdaten vom Verkehrsrechner, einer Kombination aus Belegungskameras, Detektorschleifen in der Straße, Bus- oder Tram-Anmeldungen und Fußgängerdrückern; sowie historischen Daten. Dabei verbessert sich der Prognose-Algorithmus kontinuierlich und lernt beispielsweise, wie sich das Verkehrsaufkommen morgens im Berufsverkehr verändert, oder mittags, wenn Kindergärten und Schulen schließen. Aber auch die Audi-Fahrzeuge selbst spielen bei der Verkehrsoptimierung eine wichtige Rolle. So werden durch die Fahrzeuge anonymisierte Daten über das Überfahren von Ampeln versendet. Im Audi-Backend kann dann überprüft werden, ob die realen Ampelüberquerungen mit den Prognosedaten übereineinstimmen. Nur dann werden die Ampeln für die Anzeige im Auto freigegeben.

Effizientere Schaltung von Ampeln

Auch Städte werden in Zukunft nützliche Informationen zur Ampelinfrastruktur erhalten. Die Daten zeigen zum Beispiel, wenn Autos an einer bestimmten Kreuzung ungewöhnlich viele Stopps einlegen oder die durchschnittliche Wartezeit vergleichsweise hoch ist. „Wir aggregieren die Messwerte in Reports, die wir den Städten zur Verfügung stellen werden. Ampeln lassen sich dann effizienter schalten, der Verkehr fließt besser.“

Die Audi-Ampelinformation stehen in allen Audi e-tron, A4, A5, A6, A7, A8, Q3, Q7 und Q8 zur Verfügung, die seit Mitte Juli 2019 produziert wurden („Modelljahr 2020“). Voraussetzung hierfür ist das Paket „Audi connect Navigation & Infotainment“ sowie die optionale „kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung“.

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