Effizientes Fahren in der Zukunft – was ist zu erwarten?

Auf unseren Straßen rollen nicht nur immer mehr Fahrzeuge, auch immer mehr Alternativen gehören dazu. Gemeint sind etwa elektrifizierte Pkw oder auch E-Motorräder. Aber auch E-Fahrräder, E-Roller, E-Skateboards oder E-Scooter gehören zum urbanen Verkehrsbild. In den kommenden Jahren soll besonders die Vernetzung im Vordergrund stehen. Damit einher geht sicheres sowie autonomes Fahren. Wer dabei auf den Automessen dieser Welt unterwegs ist, muss sich unweigerlich fragen, ist das alles noch eine Zukunftsvision oder bereits schon Realität?

Konzeptstudien zeigen den Trend der Zukunft

Wie die kommenden Jahre aus Sicht des Autofahrers aussehen könnten, zeigen einige Konzeptstudien großer Automobilschmieden. So hatte etwa Audi mit dem Audi AI:ME gleich mehrere zukunftsträchtige Tendenzen vereint. Zum einen geht es dabei um autonomes Fahren und zum anderen, um Carsharing.

Beide Richtungen sind die Herausforderungen der Zukunft, um zum einen den Verkehr auf den Straßen zu minimieren, aber eben auch sicherer und effizienter zu machen. Das mag grundsätzlich nicht jedem gefallen. Denn wer will mit seinem Fahrzeug nicht nach seinem Gusto über den Asphalt heizen, wenn ihm danach ist?

Audi AI:ME

Dabei zeigt insbesondere die Erfolgsgeschichte von Audi, dass es Mut und Pioniergeist braucht, um besondere Innovationen auf den Weg zu bringen. Gerade das angesprochene Conceptcar offeriert dem Fahrer die Option, auf dem Weg zu lesen, über das Internet einige Einkäufe zu tätigen oder mit einem Mitfahrer ein Spiel zu spielen. Denn das Auto soll selbst fahren und den Nutzer erholt und ohne Stress an den gwünschten Zielort bringen. Allerdings, auch wenn in den Medien ständig davon die Rede ist, ist das autonome Fahren noch Zukunftsmusik. Denn die nötigen Technologien bauen aufeinander auf. Dabei ist das automatisierte Fahren in fünf Stufen eingeteilt. Erst auf der letzten, der fünften Stufe, fährt das Fahrzeug tatsächlich „autonom“.

Automatisiertes Fahren – die 5 Level

Level 1:
Hiermit sind sämtliche Systeme gemeint, die den Fahrer oder die Fahrerin beim aktiven Fahren unterstützen. Sogenannte Assistenzsystem helfen beim Spurhalten, Spurwechsel und Einparken. Viele moderne Fahrzeuge verfügen bereits über dieses Level, da sie eine Einparkhilfe oder einen Tempomat bieten.

Level 2:
Auf dieser Ebene kann der Fahrer bzw. die Fahrerin einige Dinge, wie die auf Level 1 beispielsweise angesprochenen, an das System übergeben. Allerdings ist die lenkende Person stets in der Verantwortung und muss den Ablauf überwachen. Es ist somit sichergestellt, dass der Nutzer zu jeder Zeit eingreifen kann und die Steuerung wieder übernimmt. Heute finden sich solche Assistenzsysteme bereits in Form des Stauassistent. Dieser kann bei Bedarf genutzt werden, um bei zähfließendem Verkehr selbstständig zu beschleunigen oder zu verzögern. Auch das Lenken kann dieser temporär übernehmen.

Level 3:
Diese ist gleichzusetzen mit dem bedingten automatisierten Fahren. Denn der Fahrer oder die Fahrerin muss zum Wechseln oder Halten einer Spur nicht ständig darauf achten was passiert. Es ist also möglich, kleinere Dinge nebenher auszuführen. Dabei kann das System an Bord selbstständig die eigenen Grenzen erkennen und in diesen frei agieren. So ist es etwa möglich, das Steuer auf gut ausgebauten Straßen, wie etwa einer Autobahn, loszulassen und alles dem Fahrzeug zu überlassen. Währenddessen kann dann etwa die nächste Tankstelle schnell gefunden werden. Vorausgesetzt, Sie wissen, wie man diese am einfachsten findet. Jedoch muss sichergestellt sein, jederzeit die Kontrolle wieder übernehmen zu können, um im Notfall einschreiten zu können.

Level 4:
Ab dieser Ebenen ist hochautomatisiertes Fahren möglich und es benötigt keinerlei Unterstützung mehr durch den Nutzer. Allerdings können Systeme auf diesem Level nur für bestimmte Szenarien genutzt werden. Etwa, für das autonome Fahren auf der Autobahn oder auf Parkplätzen oder Parkhäusern. In diesen Bereichen ist es somit möglich, etwas völlig anderes zu tun und der Fahrer muss nicht mehr auf die Fahrt konzentrieren. Abseits dieser Orte muss wie gewohnt gefahren werden.

Level 5:
Mit der höchsten Ebene fährt das Fahrzeug dann völlig losgelöst ohne jegliche Unterstützung seitens des Fahrers und benötigt in keiner Weise ein Eingreifen durch den Nutzer. Somit steht es jedem frei, selbst zu entscheiden, was er die Fahrzeit hindurch tun möchte.

Was ist heute Standard?

In den modernen Fahrzeugen zeigt sich, wie schnell die Entwicklung in diesem Punkt voranschreitet. Denn viele Pkw sind bereits mit massentauglichen Assistenten ausgestattet. So kann der Einparkassistent etwa mithilfe der Abstandssensoren für ein exaktes Einparken sorgen. Dank des Tempomats ist es möglich, eine bestimmte Geschwindigkeit anzugeben, die das Fahrzeug anschließend selbstständig hält. Ebenso gibt es in vielen fahrbaren Untersätzen heute einen Spurhalteassistent. Dieser greift immer dann ein, wenn eine Spur ohne Absicht gewechselt wird. Dabei wird dieses korrigiert und entsprechend gegengelenkt.

All diese Varianten haben eine Gemeinsamkeit: Die Kontrolle sowie die letztendliche Entscheidung liegen stets beim Fahrer oder der Fahrerin selbst. Somit sind in Deutschland aktuell Fahrzeuge unterwegs, die nach Level 2 autonom fahren. Derzeit steht der Mensch sowie die Automobilbranche noch am Anfang der Entwicklung. Die nächsten Schritte können allerdings rasant vonstattengehen. Die wichtigen Entscheidungen, die es während einer Fahrt allerdings zu treffen gilt, werden noch einige Jahre im eigenen Ermessenshorizont liegen.

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