EU-Reimport kaufen: Was ist zu beachten?

Auch in den Zeiten der Debatten über die Klimakrise und den Nachwehen des Dieselskandals ist und bleibt die individuelle Mobilität ein zentraler und bedeutender Aspekt im Leben von Millionen Menschen in Deutschland. Dementsprechend bleibt auch der Handel mit Gebraucht- oder Neuwagen ebenso ein essentieller Bestandteil und Wirtschaftsfaktor.

Als Bürger der Europäischen Union existiert neben dem klassischen Autokauf beim ausgewählten Händler oder aus dem Internet, auch die Möglichkeit sich einen Neuwagen (oder Gebrauchtwagen) als EU Reimport zu erwerben. Aber was ist ein Reimport überhaupt und wie ist der Ablauf des Kaufes? Was gilt es zu beachten?

Was ist ein EU-Reimport?

Deutschland hat eine lebendige Automobilbranche und auch eine Vielzahl an Werken befindet sich noch in Deutschland. So hat Audi seinen Wirtschaftsstandort in Ingolstadt. Autos von Audi erfreuen sich großer Beliebtheit im Ausland und vereinen Klasse und Statussymbol miteinander. Auch wenn 2019 durch verschiedene Faktoren wie dem Handelsstreit der Verkauf von Autos schwieriger gedämpft wurde, so werden dennoch weiterhin die produzierten Autos weltweit und auch in die europäischen Nachbarländer geliefert. Werden nun diese deutschen Autos aus dem EU-Land wieder nach Deutschland importiert, spricht man von einem EU-Reimport.

Was ist der Vorteil eines Reimports?

Nun stellt sich sicher die Frage, welchen Zweck es hat, das Auto zunächst ins Ausland zu exportieren und dann wieder zu importieren. Hier kommen zwei entscheidende Faktoren hinzu: Das unterschiedliche Niveau der Kaufkraft und der Entfall der nationalen Steuer. Das bedeutet, dass wenn Automobilhersteller ihre Autos beispielsweise in Polen verkaufen wollen, es dort umgerechnet günstiger sein muss, als in Deutschland. Gleichzeitig kann es zwar sein, dass dort die MwSt. bei 23% liegt, diese entfällt dann allerdings zugunsten der 19% MwSt., die in Deutschland zu entrichten sind. Nach Aussagen des ADAC können die Preisunterschiede teilweise bei über 30% liegen (ADAC). Vergleicht man dies mit den durchschnittlichen Kosten für den Erwerb eines Neuwagens in Deutschland 2018, die bei über 30000€ (DAT-Report 2018) lagen und in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind, so lässt sich eine ordentliche Ersparnis errechnen.

Wie funktioniert ein EU-Reimport?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Wege zum Neuwagen Reimport. Die ganze Sache kann selbst in die Hand genommen oder als Eigenimport vollzogen werden. Dies bietet sich vor allem für Personen an der Grenze (außer der Schweiz) an, erfordert allerdings eine vorausschauende und sorgfältige Recherche von infrage kommenden Händlern und Kommunikation mit diesen. So muss geklärt werden, welche Modelle mit welcher Ausstattung zur Verfügung stehen und auch die Aushandlung der Übergabe und der Papiere ist zu beachten. Nicht zuletzt muss die eigene Anreise, vielleicht verbunden mit einem Kurztrip, und der Transport nach Hause erfolgen. Dies kann insgesamt durchaus nervenaufreibend sein, alles genau zu planen. Vorteile bieten hier Vermittler oder spezialisierte Händler, die zumeist auch über eine Website verfügen, auf welcher sich einfach das bevorzugte Audi-Modell samt Ausstattung und Motorisierung erstellen lässt. Bei solchen Internet-Händlern lassen sich die Konfigurationen von den Herstellerseiten direkt vergleichen, wodurch die preisliche Ersparnis deutlich wird. Insgesamt ist das sehr komfortabel und hat einen weiteren Vorteil: Die Händler treten als Großabnehmer auf und können so Rabatte an ihre Kunden weitergeben. Es lohnt sich auch zu prüfen, ob das Auto bereits zu den Wunschvorstellungen als Lagerfahrzeug existiert. Andernfalls gibt es die übliche Lieferzeit, die je nach Werksauslastung variieren kann. Der Online-Anbieter hält einen während des Auftrages darüber auf dem Laufenden und kümmert sich zudem um die erforderlichen Unterlagen des Auftrages (COC-Papiere, sprich die Betriebserlaubnis, Neuwagenbescheinigung usw.). Diese werden bei der Übergabe im Original ausgehändigt. Um mit möglichen Zweifeln gleich aufzuräumen: Mit einem EU-Neuwagen gelten dieselben Serviceansprüche wie bei einem in Deutschland erworbenen Fahrzeug. Meist muss nur das Kurzkennzeichen bei eigener Überführung beantragt werden, daneben bieten viele Händler auch schon einen Lieferservice an.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EU-Reimporte eine super Möglichkeit bilden beim Kauf eines neuen Audi zu sparen – und das ohne Abstriche!

Fotoquelle: © Depositphotos.com/GlebM7

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