Le Mans: Audi trotzt Rückschlägen & feiert zehnten Sieg!

Völlig anders als geplant verliefen die 24 Stunden von Le Mans 2011 für die Mannschaft von Audi Sport, aber trotz zweier furchteinflößender Unfälle von Allan McNish und Mike Rockenfeller  in der ersten Rennhälfte gab es am Ende großen Grund zur Freude: Mit einem Vorsprung von nur etwas mehr als 13 Sekunden konnte die Mannschaft von Peugeot ein weiteres Mal geschlagen werden! Mindestens ebenso wichtig ist aber die Tatsache, dass das Monocoque der Audi R18 beiden Fahrern das beinahe unverletzte Überleben ihrer Hochgeschwindigkeitscrashs ermöglichte.

Trotz der beiden Ausfälle in der ersten Rennhälfte konnte der Audi R18 stets mit seiner Geschwindigkeit überzeugen und obwohl die langsameren Peugeots etwas weniger Diesel verbrauchten, konnten sie doch nie wirklich gefährlich werden. Am Ende waren es zwar weniger als 15 Sekunden, aber dieser knappe Vorsprung lag auch daran, dass das Team von Audi Sport zum Ende hin nichts mehr riskieren wollte und André Lotterer nicht schneller als nötig fuhr.

Neben André Lotterer konnten sich auch Marcel Fässler und Benoît Tréluyer über ihren ersten Sieg beim wichtigsten Langstreckenrennen des Jahres freuen. Für Audi Sport geht es schon bald weiter, denn bei den 24 Stunden am Nürburgring in zwei Wochen werden gleich mehrere Audi R8 LMS um den Gesamtsieg kämpfen und versuchen, den Juni 2011 endgültig zu vergolden.

Rupert Stadler (Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG): „Es war ein fantastischer Triumph der Audi-ultra-Leichtbau-Technologie unter Extrembedingungen. Nachdem wir im vergangenen Jahr vor allem dank Zuverlässigkeit und Effizienz einen Rekordsieg gefeiert haben, hatten wir in diesem Jahr nicht nur das zuverlässigste, sondern auch das schnellste Auto.“ Entwicklungsvorstand Michael Dick sagte: „Das Team sowie die ganze Audi-Mannschaft haben erstklassige Arbeit geleistet, vor der man großen Respekt haben muss. Dieser zehnte Le-Mans-Erfolg unserer Marke war zweifellos der am härtesten erkämpfte – und damit vielleicht der wertvollste. Gleichzeitig haben wir, wenn auch unfreiwillig, bewiesen, dass unsere Ingenieure sehr sichere Autos bauen.“

Mike Rockenfeller: „Die Sicherheitsstandards bei Audi sind einfach enorm und haben mir das Leben gerettet. Ich hatte noch nie in meinem Leben einen solchen Unfall und hoffe, dass ich das auch nicht mehr erfahren muss.“

Allan McNish: „Ich danke den Audi-Konstrukteuren, dass sie ein Auto entwickelt haben, dem man nach so schweren Unfällen unverletzt entsteigen kann.“

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Sportchef): „Die Audi-ultra-Technologie hat an diesem Wochenende einen extremen Härtetest bestanden. Wenn man neue Wege einschlägt, ist das immer mit einem Risiko verbunden. Aber dieses Risiko hat sich absolut ausgezahlt. Der Audi R18 TDI war in Le Mans 2011 eine Klasse für sich. Vor allem aufgrund der beiden extrem schweren Unfälle war es für uns das emotional bisher schwierigste Le-Mans-Rennen. Dass es unsere Mannschaft mit nur einem Auto geschafft hat, die starke Konkurrenz 16 Stunden lang in Schach zu halten, ist fast unglaublich. Es ist eine Geschichte, wie sie meiner Meinung nach nur Le Mans schreiben kann. Jeder bei Audi kann stolz auf diesen Triumph sein. Die Nachricht, dass Allan (McNish) und Mike (Rockenfeller) die extrem schweren Unfälle so gut überstanden haben, ist dabei allerdings genauso wichtig wie des zehnten Audi-Sieges.“

(Bilder & Infos: Audi Motorsport)

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